Diskussion um ein Burka-Verbot

Die innere Sicherheit lässt derzeit zu Wünschen übrig.
In den vergangenen Wochen haben uns Anschläge mit terroristischem Motiv immer wieder in Angst versetzt und lassen uns seither nicht mehr sorgenfrei unseren Alltag bestreiten, denn „es kann immer und überall passieren!“.
Angesichts dieser „Veränderungen“ sehen einige Unionspolitiker dringlichst Handlungsbedarf und fordern u.a. ein Verbot der Vollverschleierung.
Begründung: „Die Burka sei als religiöses Zeichen der Unterdrückung der Frau in einer freien Gesellschaft nicht zu tolerieren„, so der Springer-Verlag.

Im Koran heißt es zu der Kleidung der Frau:
„O Prophet! Sprich zu deinen Frauen und deinen Töchtern und zu den Frauen der Gläubigen, sie sollen ihre Übergewänder reichlich über sich ziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (dann) erkannt und nicht belästigt werden. Und Allah ist allverzeihend, barmherzig“
(Sura 33 Al Ahzab (58))

Die einen sagen, dass eine Burka nicht passend für eine offene Gesellschaft ist, da lediglich die Augen erkennbar sind, andere sagen, dass nur 0,3% der muslimischen Frauen in Deutschland die Vollverschleierung tragen und daher ein Gesetzt zum Verbot keine quantitativ hohe Zielgruppe hätte.

Ein Burka-Verbot wäre ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit. Daher sehe ich es „kritisch“. 
Sehr gut kann ich diejenigen verstehen, die eine Frau mit einer Burka befremdlich wahrnehmen – auch mir ist es schleierhaft, wie man im 21. Jahrhundert eine über Jahrtausende alte „Tradition“ bzw. derart religiöse Lebensweise vertreten kann, während man zeitgleich WhatsApp-Nachrichten auf seinem Smartphone tippt – für mich prallen hier zwei Welten aufeinander.
Andererseits, so ungewöhnlich ich es auch finde und so sehr aus es auch „absolut nichts für mich wäre“, sehe ich persönlich die Lösung für mehr innere Sicherheit in einem anderen Weg.
Ich halte nach wie vor daran fest, dass wir eine höhere Polizeipräsenz benötigen, wir der Exekutive mehr Rechte zusprechen sollten und diese besser ausstatten und ggf. bin ich auch kein Gegner eines Bundeswehreinsatzes im Inneren, sofern die Unterstützung der Präsenz der Erhöhung der inneren Sicherheit zielführend sein kann.
(Natürlich nur dann, wenn die Präsenz bzw. die Soldaten nicht für andere Einsätze missbraucht oder – wie aus der Befürchtung einiger hervorgeht – gegen die Bevölkerung eingesetzt werden).

Der Koran rät zu einer Verschleierung, sagt aber auch, dass bei Nichteinhaltung dieses „Ratschlags“ keine Strafe droht.
Ich persönlich finde den Anblick einer Frau in einer Burka „befremdlich“, „für mich wäre das nichts“ und ich sehe zwei Welten aufeinanderprallen bzw. nebenher existieren, wenn diese „uralten Traditionen“ mit fortschrittlichen Lebensweisen und technologisch, modernem Alltag konfrontiert werden, sehe hingegen die Gefahr der inneren Sicherheit in anderen Punkten – schließlich waren die Attentäter (bisher) alle Männer.
Ein Verbot  betrachte ich persönlich daher nicht als zielführend. Ich würde es nicht penetrant fordern, würde, sofern es beschlossen wäre – was ich allerdings nicht Glaube, da man in Deutschland mit solch einer Thematik (ja) besonders vorsichtig sein muss –  allerdings auch nicht lautstark protestieren – „es wäre dann eben einfach so“.
Sofern die Frau allerdings zum Tragen der Burka gezwungen wird, dann muss man die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen (sofern eine Rechenschaft überhaupt möglich ist, da die Frauen meist derart unter Druck gesetzt werden, dass derartige Vorfälle nahezu nie ans Licht kommen) , denn die Grundrechte dürfen keinesfalls verletzt werden – das Tragen der Burka ist nur zu tolerieren, wenn dies auf freiwilliger Basis geschieht!
Darüber hinaus ist es in jedem Fall hingegen die Pflicht, dass in entscheidenden Situationen (bspw. bei Kontrollen (z.B. am Flughafen) usw.) die Burka soweit „abgelegt“ wird, dass die Person erkennbar ist und der nötige Prozess (bspw. die angesprochene Kontrolle) ungehindert durchgeführt werden kann. 
Ich denke, dies steht außer Frage und ist im Interesse aller – eine Verweigerung dürfte nicht toleriert werden bzw. müsste dann gezwungenermaßen zum Ausschluss des jeweiligen Geschehens führen. 

Aber was ist Ihre Meinung?
Was sehen Sie, wenn Sie Frauen mit einer Burka sehen?
Was denken Sie über diese Tradition und sollte man ihr mit einem gesetzlichen Verbot ein Ende bereiten?
Würde ein Verbot wirklich das bringen, weshalb es gegenwärtig zur Diskussion steht, nämlich mehr innere Sicherheit, oder würden wir nur nach unserer persönlichen Auffassung urteilen / fordern?
Ihre Meinung zählt.

Vielen Dank


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Sind Sie für ein Verbot der Vollverschleierung / Burka?

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Quelle: http://www.nortexa.de/wp-content/uploads/verschleierung.jpg (12.08.2016; 01:03 Uhr MESZ)


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2 Gedanken zu „Diskussion um ein Burka-Verbot

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