Silvesternacht: Köln im Fokus derer, die nicht dabei waren!

Obwohl es in der Silvesternacht 2016/2017 nicht zu tausenden sexuellen Übergriffen gegen Frauen kam, steht die Polizei dennoch in der Kritik.
Die Gründe diesmal sind zweierlei. Zum einen die Abkürzung „Nafri“, für Nordafrikaner, zum anderen „racial profiling“, was in etwa soviel bedeutet, dass eine Person auf Grund ihrer „Rasse“, Religion, etnischer Herkunft und Nationalität ins Visier genommen wird, ohne das konkret ein Verdacht vorliegt.
Zu diesem Vorwurf führte die Kontrolle von einer Vielzahl nordafrikanischer Männer, die sich in der Silvesternacht im Geschehen aufhielten.

Die Meisten von uns, sind in der jüngsten Silvesternacht nicht in Köln und somit nicht unmittelbar an / im Geschehen gewesen. Daher bleibt vielen lediglich die Möglichkeit, an Hand der medialen Berichterstattungen sich eine Meinung über die Ereignisse zu bilden.
Es kam in dieser Nacht nicht, wie in der Silvesternacht davor, zu tausenden sexuellen Übergriffen gegen Frauen, weshalb die diesjährige Silvesternacht und das massive Polizeiaufgebot durchaus als positiv angesehen werden dürften.
Kritiker sehen dies anders, allen voran die Grünen Chefin Peter, sie kritisiert das Vorgehen der Polizei und die Bezeichnung „Nafri“, für nordafrikanische Männer.

Es wäre womöglich vollkommen egal gewesen, was die Polizei in der Silvesternacht alles getan hätte, so oder so wäre es in jedem Fall zu Kritik gekommen.
Schlimm an dieser Kritik ist, dass sie von Personen kommt, die weit ab vom Geschehen gewesen sind und somit eigentlich nicht das Recht besitzen, über das Vorgehen zu urteilen bzw. dies zu kritisieren.
Die Polizei hat gewiss präventiv gehandelt und es bei ihrem Vorgehen speziell auf das Täterprofil der Silvesternacht 2015/2016 abgesehen. Dass hierbei Vorurteile Anwendung fanden, ist nicht abstreitbar, andererseits gab es auf Grund bisheriger Ereignisse keine Alternative für dieses Vorgehen.
Selbstverständlich ist es nicht richtig, Menschen oder eine bestimmte Gruppe von Personen unter Generalverdacht zu stellen, die Ereignisse der Silvesternacht in Köln 2015/2016 ließen allerdings fast keine andere Option zu, als dass eben diese Gruppe von Personen präventiv kontrolliert wird.
Niemand wird gefoltert oder wegen seiner Herkunft, seines Äußeren oder seiner Sprache verurteilt,
gewisse Vorsichtsmaßnahmen müssen hingegen anscheinend getroffen werden, ohne im Nachhinein heftig kritisiert zu werden.

Köln ist keine Ausnahme

Derartige Vorfälle bzw. Vorsichtsmaßnahmen gibt es überall.
Ich persönlich habe am Flughafen Hamburg einmal eine Personenkontrolle beobachtet, bei der ein vermutlich aus dem arabischen Raum stammender Mann mit langem schwarzen Bart von mehreren Sicherheitskräften, Polizeibeamten und Polizeihunden durchsucht worden ist, unmittelbar hinter der allgemeinen Personen- und Gepäckkontrolle am Flughafen.
Bei niemand anderem, welchen ich in dieser kurzen Zeit sehen konnte, ist ein vergleichbares Vorgehen festzustellen gewesen, auch nicht bei meinem Mitreisenden, welcher wegen eines Lippenpflegestifts zur ausführlicheren Kontrolle gebeten worden ist und bereits des Öfteren für seine herausragenden Deutschkenntnisse gelobt wurde,
obwohl er „Bio-Deutscher“ ist, wie man es nennen würde, wenn auch ich den Begriff nicht für perfekt und gut ansehe.

Das was in Köln in der jüngsten Silvesternacht stattgefunden hat, ist demnach fast schon alltäglich.
Oder warum haben Freunde von mir und ich es, auch in einer größeren Gruppe, nie schwer, in eine Diskothek zu gelangen, während andere Personen in großen Gruppen ausführlich kontrolliert werden und auch, wenn ihr äußeres Erscheinungsbild nicht bedrohlich ist, keinen Einlass in den Club erhalten? Weil sie in das Täterprofil passen?
Diskriminierung und Vorsichtsmaßnahme liegen sicherlich dicht beieinander und sicherlich gibt es sehr wohl auch Erstere, was in keinem Fall dies für gut heißen mag!
Das was in Köln geschehen ist, nennt sich entgegen Prävention und „Nafri“ ist nichts als eine Abkürzung wie „Wessi“, „Ossi“ oder „Ami“.

Bisherige Ereignisse legitimieren keine Generalisierung, aber sie legitimieren äußerste Vorsicht.
Diese haben die Beamten in Köln an den Tag gelegt, damit sich die Ereignisse der vergangenen Silvesternacht nicht wiederholen, was erfolgreich gelungen ist.
Für mich ist es unverständlich, weshalb diejenigen, die nicht vor Ort gewesen sind, im Nachhinein die Polizei am heftigsten kritisieren.
Sie selbst feierten friedlich, im Warmen mit ihrer Familie und Ihren Freunden, während andere wegen einer gescheiterten Politik in der Vergangenheit* an diesem besonderen Tag nichts zu feiern hatten, weil sie für Sicherheit und ein friedliches Fest sorgen mussten.
Jetzt müssen sich diese Menschen trotzdem Kritik anhören, ganz egal, was sie taten und was nicht.

„Nafri“ ist eine Abkürzung, wie jede andere auch. Wie auch die Abkürzung HBF im selben Tweet verwendet wurde.

Sie allein stellt keine Diskriminierung da und sollte nicht zu einer Diskussion führen.
Racial Profiling ebenfalls nicht, denn angesichts der bisherigen Ereignisse, lässt es sich wohl nicht vermeiden, präventiv vorzugehen. Wenn die Täter in der Silvesternacht 2015/2016 überwiegend blonde Schweden gewesen wären, hätte man in der jüngsten Silvesternacht das Augenmerk auf diese Gruppe gerichtet.
Das Vorgehen orientiert sich lediglich an Geschehnissen der Vergangenheit und sollte nicht für Kritik gegen die Sicherheitskräfte verwendet werden – erst recht nicht von denen, die nicht am Geschehen teilgenommen haben.

Es kam nicht erneut zu tausenden sexuellen Übergriffen, wonach die Polizei einen guten Job verrichtet hat –
dieses Resultat muss gesehen werden!

2 Gedanken zu „Silvesternacht: Köln im Fokus derer, die nicht dabei waren!

  • 4. Januar 2017 um 9:37
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    Der Text spricht mich mit jedem Wort an. Ich stimme allem uneingeschränkt zu. Die Polizei hat ihre Aufgaben super erfüllt und einen tollen Job gemacht!

    Besonders möchte ich die folgende Passage aus dem Gesamttext hervorheben:

    „Es kam nicht erneut zu tausenden sexuellen Übergriffen, wonach die Polizei einen guten Job verrichtet hat –
    dieses Resultat muss gesehen werden!“

    DANKE an jede einzelne Polizistin und jeden einzelnen Polizisten!

    Antwort
    • 4. Januar 2017 um 19:27
      Permalink

      Ich danke Ihnen, für Ihre inhaltliche Würdigung sowie den freundlichen Kommentar, Frau Dörenbach.

      Antwort

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